wie wird man abhängig ?
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Unser Alltag besteht zu einem großen Teil aus der Bewältigung von Belastungen und
Anforderungen. Nicht immer fühlen wir uns den Aufgaben gewachsen, der Griff zur Tablette
– zur Beruhigung oder als Stimmungsheber – erscheint manchen Menschen als Rettungsanker.
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Wer jedoch regelmäßig zu Medikamenten greift, setzt sich der Gefahr aus, abhängig zu werden.
Oft sind es die Ärzte, die den Grundstein zu einer Medikamentensucht legen. Nicht alle weisen beim
Ausfüllen des Rezeptblocks auf die mögliche Suchtgefahr bei einzelnen Präparaten hin.
Dabei sollte die Aufklärung über unerwünschte Wirkungen sowie Nebenwirkungen von Medikamenten
selbstverständlich sein.
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Zahlreiche Medikamente gibt es auch rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Seit das
Arzneimittelbudget limitiert ist, steigt der Trend zur Selbstmedikation. Doch nicht alles, was es
rezeptfrei zu kaufen gibt, ist harmlos.
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Der Weg in die Abhängigkeit
Der Prozess des Abhängigwerdens verläuft schleichend. Der Missbrauch beginnt dort, wo ein Medikament über
die Verordnung hinaus eingenommen wird. Das heißt, über einen längeren Zeitraum oder in einer höheren Dosis,
als vom Arzt oder Apotheker empfohlen.
Wenn schließlich nicht mehr die ursprüngliche Erkrankung, sondern das Bedürfnis nach Betäubung oder nach
gesteigertem Wohlbefinden im Vordergrund stehen, sollten sich Betroffene die Gefahr einer Abhängigkeit ehrlich
eingestehen. In diesen Fällen ist eine Therapie anzuraten.
Besonders heikel ist die Einnahme von Substanzen, die die Wahrnehmung dämpfen; hierzu zählen Schlafmittel und
Tranquilizer. Ihre Wirkung verkehrt sich langfristig ins Gegenteil. Die Folgen sind Unruhe, Angst und Schlafstörungen,
die dann oft mit einer noch höheren Dosis bekämpft werden. Auch aus diesem Teufelskreis findet man nur mit
professioneller Hilfe heraus.
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Tablettensucht wird oft zu spät erkannt
Der Weg in die Medikamentenabhängigkeit verläuft schleichend und unauffällig.
Oft bemerken nicht einmal die Angehörigen die Sucht. Erst wenn es – häufig nach jahrelangem Missbrauch – zu
Ausfällen in Beruf und Privatleben kommt und der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann, wird die Abhängigkeit
offenbar.
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Der Weg in die Medikamentenabhängigkeit verläuft schleichend und unauffällig.
Oft bemerken nicht einmal die Angehörigen die Sucht. Erst wenn es – häufig
nach jahrelangem Missbrauch – zu Ausfällen in Beruf und Privatleben kommt und der
Alltag nicht mehr bewältigt werden kann, wird die Abhängigkeit offenbar. |
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