Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige. www.kreuzbund.de
(Bild: joint.jpg)

Folgen

Droge Konsumform Wirkung kurzfristig Wirkung langfristig

ALKOHOL
getrunken in unterschiedlichsten
Formen und
Konzentrationen
Unangepasste Stimmungslage: Euphorie, depressive Verstimmung, Enthemmung, Distanzlosigkeit, Kontaktfreudigkeit und Redseligkeit, Aggressivität Erhöhte Risikobereitschaft Erhöhte Bereitschaft zu spontanen Entscheidungen Störung der Selbstkritik Verlängerung der Reaktionszeit Störung der Konzentration schwankende Aufmerksamkeit
verminderte Umstellungsfähigkeit (gestörte Vigilanz)

Gestörte Fein- und Grobmotorik
Artikulationsstörungen
Störung der optischen Wahrnehmungen:
Hell-Dunkel-Anpassung,
Blendempfindlichkeit,

Wenn keine Gewöhnung bzw. nur geringer, gelegentlicher Alkoholkonsum vorliegt, können psychische Veränderungen schon kurz nach Trinkbeginn eintreten.

Bereits während des Trinkens, vor Erreichen des Maximums der Blutalkoholkonzentration, kann die maximale Rauschwirkung ("Anflutungsphase" oder "Resorptionsphase") eintreten.
Wenn Alkohol in den Körper gelangt, erreicht er fast jede Zelle. Er wirkt als Zellgift und für seine Beseitigung aus dem Körper wird ein hoher Anteil der Körperenergie verbraucht. Wird Alkohol im Körper verbrannt, entstehen in der Leber hochgiftige Abbauprodukte, die Nervenzellen und andere Körpergewebe schädigen. Alkoholmissbrauch führt zu chronischen Entzündungen der Speiseröhre, des Magens und der Zwölffingerdarm-
schleimhaut. Dies äussert sich in Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen. Chronischer Alkohol- genuss verändert die Magen- und Darmflora und begünstigt so das Auftreten von Geschwüren und die Entwicklung von Krebs. Diese Schädigung der Darmschleimhaut macht sich durch Bauch- schmerzen, Durchfälle und Blutabgänge mit dem Stuhlgang bemerkbar. Ausserdem wird das Immunsystem stark angegriffen. Alkohol verändert zudem die Zusammensetzung des Blutes. Er verringert die Zahl der roten Blut-körperchen, der Blut- plättchen und wichtiger Gerinnungsfaktoren und kann somit zum auftreten lebensgefährlicher Blutungen führen. Er schädigt den Herzmuskel und bewirkt langfristig einen Anstieg des Blutdrucks. Die schlimmste Wirkung entfaltet der Alkohol am Gehirn. Der Untergang von Nervenzellen führt zu einem schleichenden Nachlassen der Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit. Wesensveränderungen mit Abstumpfen der Gefühle, Depressionen und Kritikminderung bis hin zur körperlichen Verwahrlosung sind typisch. Bei fortschreitender körperlicher Abhängigkeit treten während des Alkoholentzugs Krampfanfälle und das sogenannte Delirium tremens (völlige geistige Verwirrtheit, optische und akustische Sinnestäuschungen Wahnvorstellungen) auf. Die Reihe der geschädigten Organe ist lang. Insgesamt führt die Alkoholkrankheit zum sozialen Abstieg und zu einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung.

HASCHISCH
mit Tabak
gemischt
und geraucht,
in Speisen verarbeitet,
als Tee
getrunken
verminderter Antrieb bis Apathie, gehobene Stimmung (Euphorie), Denkstörungen,
Störung von  Konzentration,
Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, verminderte Kritikfähigkeit, Veränderung von Mimik und Gestik, Bewegungsauffälligkeiten, Blutdruckabfall, Herzrasen, erweiterte Pupillen, Mundtrockenheit
psychische Abhängigkeit, Wesensveränderung, Passivität und Interessenlosigkeit, Unfähigkeit, familiäre und gesellschaftliche Alltagsanforderungen zu bewältigen, eingeschränkte Lernfähigkeit

MARIHUANA
als Zigarette mit normalem Tabak gemischt und geraucht gehobene Stimmung, gesteigerte Kontaktfreudigkeit, Antriebsverlust, Gleichgültigkeit, Sinnestäuschungen, räumliche u. zeitliche Desorientiertheit, Halluzinationen, Sinnesschwankungen bis hin zu Angstgefühlen Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszustände, Verlust der Leistungsfähigkeit, psychische Abhängigkeit bei Langzeiteinnahme

KOKAIN
geraucht,
inhaliert, geschnupft, in seltenen Fällen gespritzt Übererregung
des ZNS sofort nach Einnahme
stark aufputschend, Kälte-Hunger-, Durst-, u. Müdigkeitsgefühl werden unterdrückt, euphorische Allmachtsgedanken, Selbstüberschätzung, Hemmungslosigkeit, als Folge Delirium mit Bewusstseinsstörungen, Aggressionsneigung und Halluzinationen, im weiteren Verlauf Magenschmerzen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit, Depressionen, Angst- und Panikzustände, Kreislaufstörungen starke psychische Abhängigkeit bereits nach der ersten Einnahme möglich,
Wahnideen,
tiefe Depressionen, Halluzinationen, Gehirnschäden, Abmagerung, chronische Entzündungen der Nasenschleimhäute, Schäden an den Blutgefäßen

CRACK
oral, in speziellen Glaspfeifen
inhaliert bzw. geraucht
Eintritt des Rausches bereits nach wenigen Sekunden, Symptome intensiver als bei Kokain, Rauschzustände lassen schnell nach, Abhängigkeit kann bereits nach 1.Einnahme eintreten, schneller körperlicher und seelischer Verfall -schwere Herz-Kreislauf-Störungen, Appetitlosigkeit und schizophrenieähnliche Zustände, Lebensgefahr bei Überdosis!!!  Physische und psychische Abhängigkeit bei Dauergebrauch, schwere Entzugserscheinungen (ähnlich Kokain), Depressionen, Halluzinationen, Verfolgungswahn auch noch Jahre nach der letzten Einnahme

OPIUM
inhaliert (Rauch-Opium),
in Alkohol gelöst und getrunken (Laudanum), gegessen
(Opium-Pulver),
als Injektion
mittels Spritze (Tinktur)
schmerzstillend, betäubend, Euphorie, Gewöhnung führt zu häufigerer Einnahme bei steigender Dosierung, Appetitlosigkeit, Antriebsschwäche, Verstopfung, Kreislaufstörungen, Erbrechen, Pupillenverengung, Beruhigung, Schlafauslösung seelische u. körperliche Abhängigkeit bei Dauermissbrauch, Apathie, Urteils- und Konzentrationsfähigkeit schwindet, Atemlähmung, Gewichtsverlust, Impotenz, Entzugserscheinungen (Muskelschmerzen, Erbrechen, Depressionen)

HEROIN
oral, Injektion, geraucht, auf erhitzter Folie inhaliert, selten geschnupft  Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nehmen zu, Ermüdungsschwelle des Körpers wird angehoben, Reserven des Körpers angegriffen; Herz-Kreislauf-Kollaps; Euphorie, Risikobereitschaft, Aggressivität  Persönlichkeitsabbau, Konsument wird reizbar, aggressiv, egozentrisch, Abmagerung bis hin zu körperlichem Verfall, Entzugserscheinungen (innere Unruhe, Schwitzen, Schlafstörungen, Krämpfe, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Infektionsgefahr bei Benutzung der Spritzen von mehreren Personen (Aids, Gelbsucht, Geschwüre) 

synthetische
Drogen
Pulver,
Kapseln, Tabletten,
Pillen oder
Flüssigkeiten werden
geschluckt, gespritzt,
„gesnieft“
Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nehmen zu, Ermüdungsschwelle des Körpers wird angehoben, Reserven des Körpers angegriffen; Herz-Kreislauf-Kollaps; Euphorie, Risikobereitschaft, Aggressivität  typische Vergiftungserscheinungen: Verwirrtheit, übermäßiges Schwitzen, Appetitlosigkeit, Händezittern; nach hohen Dosen: Psychosen, Halluzinationen; schwere psych. Störungen; nach hohen Dosen auch Wirkung außerhalb des ZNS (erhöhter Blutdruck, Wärmestau, Verengung der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen bzw. Herzinfarkt oder Tod); psychische Abhängigkeit nach wiederholter Einnahme

LSD
in
Trägermaterialien als „Trips“ eingebettet
z.B.
Fließpapier
mit Comic-
Darstellungen, winzige Zuckerstücke Pillen, Kapseln
mit Pulver;
Eine Wirkstoff-aufnahme
über die Haut durch Klebebilder ist nicht möglich, wird aber in
den Medien fälschlicherweise
verbreitet!
Wahrnehmungsstörungen, Wahnerlebnisse, schwankende Stimmungslage, positive und negative Gefühle werden verstärkt, gestörtes Bewusstsein, Halluzinationen und krankhafte Selbstüberschätzung; 8-12 Std. Wirkungsdauer starke psychische Abhängigkeit, Persönlichkeitsveränderungen, Schizophrenie u.a. psych. Krankheiten; Echorausch (unvermittelt auftretende Rauschzustände, Wochen und Monate nach dem letzten LSD-Konsum) 

SCHNÜFFEL-
STOFFE
werden
inhaliert, entweder in Plastiktüte
gefüllt und eingeatmet,
oder über getränkte
Tücher aufgenommen
Wirkung ist stark abhängig vom jeweiligen Produkt, der Zusammensetzung und Konzentration; vermeintlich gesteigerte Sinneswahrnehmung, euphorische Glückslage, aber negative körperliche Begleiterscheinungen (Übelkeit, Bewusstseins-Trübung, Fehlverhalten, Verletzungsgefahr); Atemstörungen, Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen psychische Abhängigkeit, Schädigung des Nervensystems, Lähmungserscheinungen; Leber-, Gehirn-, Nieren-, Knochenmarksschädigung; Atemschleimhäute u. Lungen werden durch Lösungsmitteldämpfe stark geschädigt
 

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Wer mehr wissen will, kann uns ja einfach mal in der Gruppenstunde besuchen und sich informieren lassen. Ihr seid herzlich willkommen.